Schafriss in unserem Jagdbezirk

Immer wieder gab es in der letzten Zeit Meldungen über Risse an Nutztieren im Westerwald. In der Nacht vom 24. auf den 25. Februar gab es nun einen Schafriss hier in unserem Jagdbezirk in der Nachbargemeinde Niedersayn, dem zwei Schafe zum Opfer fielen. Beide Tiere wiesen große Verletzungen und Fraßspuren auf. Die zuständigen Behörden wurden informiert und der DNA-Abstrich dem Senckenberg-Institut zur Untersuchung gegeben. Die Vermutung hat sich bestätigt, dass es sich um einen Wolfsriss handelt.

Verhaltensregeln bei Begegnung mit Wölfen Einem Wolf in der freien Wildbahn zu begegnen – auch in Gebieten, die vom Wolf stark besiedelt sind ist selten. Wölfe meiden in der Regel den Kontakt mit Menschen, jedoch nutzen sie durchaus die vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft und Strukturen. Das Aufeinandertreffen ist also zufällig und bietet zunächst die Chance zu einer seltenen Naturbeobachtung einer freilebenden Tierart. Falls Sie einem Wolf begegnen:

  • Falls Sie einen Hund dabeihaben, nehmen Sie ihn an die kurze Leine. Wölfe sind gegenüber Menschen äußerst zurückhaltend, diese Maßnahme hat somit eine unmittelbare Schutzwirkung auf Ihren Hund.
  • Halten Sie respektvollen Abstand zu dem Tier.
  • Laufen Sie nicht weg. Wenn Sie mehr Abstand möchten, ziehen Sie sich langsam zurück.
  • Wenn Ihnen der Wolf zu nahe erscheint, machen Sie auf sich aufmerksam. Sprechen Sie laut, gestikulieren Sie oder machen Sie sich anderweitig deutlich bemerkbar. Der Wolf wird sich daraufhin in der Regel entfernen.
  • Laufen Sie nicht hinterher, Wölfe sind keine zahmen Haustiere.
  • Füttern Sie niemals Wölfe, die Tiere lernen sonst sehr schnell, Menschen mit Futter zu verbinden und suchen eventuell aktiv die Nähe des Menschen auf.

Quelle: Rheinland-Pfalz, Ministerium für Umwelt. Landwirtschaft Ernährung, Weinbau und Forsten

Ortsbürgermeister

Gerhard Hehl